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Archive for the 'Wissen' Category

Fonts erstapeln

Sonntag, Februar 25th, 2007

Wer durchforstet nicht mal gerne Amazon und seine unendlichen Tiefen? Klick hier, klick da und Empfehlung dort… Kennt man. Was mir aber fehlt ist so der Wühltisch, den man aus der Buchhandlung kennt. Ein tolles Mashup findet sich unter amaztype. Man gibt einen Titel oder Autor ein und wählt ob es nach Musik, Büchern oder Videos suchen soll. Klick und schon stapeln sich ein Haufen Bücher in Form des Suchbegriffs. Ein schönes Wühl- und Typografie-Spiel.

Orhan_Amazon

Orhan_Zoom Als Nutzwert zoomt man automatisch in einen Bereich, wenn man auf ein Buch (oder ähnlichem) draufklickt. Schon sieht man die Informationen aus Amazon. Das Ganze ist bis jetzt nur für den englischen und japanischen Markt zu finden und macht einfach nur Spaß. Unter Zeitgeist findet man die Ranglisten der Suchbegriffe – war ja klar was Nr. 1 ist…

Ein ähnliches Typo-Font-Mashup gibt es auch für Google-Maps: Geogreeting.

Amaztype gesehen bei Spiekerblog, Fontwerk, Hommerich.

Ich bin ein C-Blogger und unwichtig?

Samstag, Februar 24th, 2007

Mit dem Oroblog bin ja schon ne Weile online und es macht immer noch Spaß. Über den Status eines C-Bloggers bin ich nicht herausgekommen. Ist das so wichtig? Will ich das? Weiß nich… Das Gros der Leser sind wohl meine lieben Freunde (die auch fast alle bloggen). Ihre Beiträge lese ich genauso regelmäßig wie die großen A-Blogs, wobei die privaten mir mehr am Herz liegen. :-)

Der Artikel auf Basicthinking hat mich in der Annahme bestärkt, dass die kleine und große Vernetzung mehr an Bedeutung gewinnt. In Deutschland ist es zwar eine Tugend immer gegen das Neue zu wettern, aber es wird besser. Das Bewusstsein kommt. Die Aussagen von Robert sind lang und ausschweifend, aber treffend!

Die Stimme des kleinen Mannes potenziert?
Leute, mal die pathetische Nummer: Viele Blogger haben nicht mal ansatzweise verstanden, was sie da in der Hand halten. Die Power, die Blogs alleine für sich und gemeinsam im Netzverbund entwickeln, ist brachial und disruptiv. Was habe ich als Konsument und kleiner Pisser eigentlich vorher gemacht, wenn ich ein Problem zB mit einer Firma hatte? Mich entweder in den Arsch gebissen und das 10 Leuten erzählt, wie schlecht die sind. Oder halt den Gang zum Anwalt, mühsam durch die Instanzen und am Ende steht eh nur irgendein schrottiger Kompromiss. Toll, klatsch in die Hände, ist ja unglaublich! Heute kann ich Firmen wie TAZ (aktuelles Beispiel wegen komsicher Drückermethoden) dazu überreden, ihre Methodiken zu überdenken, weil das mir als Konsument nicht passt.

Es kribbelt mir immer wieder in den Fingern das zu tun, doch ich trau mich nicht. Ehrlich. Aber vielleicht bald… Mal sehen…

Angenommen, 1 Milliarde Menschen haben ein Blog oder what ever als persönlichen Infospace (dazu gehört natürlich sowas wie Netvibes, RSS Reader und und und). Angenommen, Du drehst ein total bescheuertes Video, das irgendwie alle anspricht. … Du bist innerhalb weniger Tage ein Superstar für 1.000.000.000 Menschen! Hola!! … Diese Dimensionen sind unvorstellbar. Und, das ist das Tragische: Strategisches Handeln wird dazu führen, nicht nur Firmen über Nacht das Genick zu brechen, bevor man sich auch nur annähernd zurechtfindet, was hier falsch gelaufen ist und man im Grunde genommen nix getan hat.

Ein Super-Beispiel von dieser Woche. Audi wollte den neuen Audi A5 (ein Coupé auf A4-Basis) erst auf der Auto Salon in Genf präsentieren. Alles geheim, geheim, geheim!!! Jedoch sind die geheime Fotos aufgetaucht und das Netz hat darauf reagiert. Audi ist nun enttäuscht darüber, dass es keine geplante virale Marketingaktion war. Ach je… VW hat es da wohl besser hingekriegt.
Lasst uns weiterbloggen und C-Blogger bleiben…

Verlage und Web 2.0 = unpassend?

Freitag, Februar 23rd, 2007

In der Verlagswelt, in der ich mich beruflich oft Bewege wird das Gerede über das neue Web (auch Web 2.0 genannt) belächelt. Die typischen Aussagen sind meist: „Damit kann man kein Geld machen. Das ist nur ein Hype.“

Ich versuche immer wieder mit Beispielen die Interaktivität und Informationsfreiheit anzuführen. Jedoch scheitert es schon in der Anwendung von so einfachen Dingen wie einem RSS-Feed. Den gibt es schon sehr lange, aber die Kraft entwickelte sich erst in den letzten Jahren. Ganz tolle Beispiele dafür: Pageflakes, Google-Reader oder (ganz frisch) Pipes.

Heute las ich eine Meldung zu einer Studie, die die Gefahr für die Verlage im Wandel der Medienlandschaft beschreibt. Die Firma Timelabs veröffentlicht sie Anfang März unter dem Namen: Grid Media – Überlebensstrategien für Publisher im digitalen Zeitalter. Einige Auszüge:

Timelabs zufolge fehlinterpretierten viele Verlage Blogs und ähnliche Erscheinungen als einen Raum, den sie selber inszenieren (z.B. durch angestellte Blogger), kontrollieren (bis hin zur Zensur) und/oder steuern (z.B. durch redaktionelle Auswahl) können. Das sei aber genau das Gegenteil dessen, was User erwarten und von Web 2.0-Playern gewohnt seien. Die Studie empfiehlt den Verlagen daher, für den anstehenden Paradigmenwechsel hin zur “Customer Integration” ihre Prozesse zu überdenken. An die Stelle des gewohnten “linearen Publishing” trete eine zunehmende Interaktion, in der Redaktion und Nutzer Inhalte bi-direktional “erarbeiten”. Im Zuge dieses Umsturzes müsse sich der Verlag “neu erfinden”.

So wie ich die Verlagswelt kenne, dauert das sehr sehr lange!

Feinstaub-Belastung

Samstag, Februar 17th, 2007

Eine kurze Meldung bei Golem zeigt, dass die totale Überwachung nicht weit sein kann. Die Firma Hitachi wird die RFID-Chips so klein machen, dass sie nur noch als Staub wahrnehmbar sind. Die Funkchips sind nur 0,05 x 0,05 mm groß klein. Das muss man sich erst mal vorstellen! Heutzutage werden die Dinger in Paletten oder Paketen genutzt. Bald soll es dann in jedem Produkt sein, so dass man sie schön tracken kann. Metro machts mit seinem Future-Store vor.

Doch bei dem RFID-Feinstaub wirds heftig:

Die Chips könnten beispielsweise in Papier eingearbeitet als elektronisches Sicherheitsmerkmal bei Eintrittskarten, Ausweisen und Gutscheinen genutzt werden. Sie sind mit einem 128-Bit-ROM ausgestattet und können eine 38-stellige ID speichern.

Dann machen wir uns mal bereit für nahende Zukunft. Unbemerkt sind die Sender an uns, in uns, um uns…

Mehr zum Thema bei arte.

Den Schreibtisch fühlen

Dienstag, Februar 13th, 2007

Wenn ich mir heute (im Jahre 2007) die Oberfläche von Betriebssystemen wie Mac OS X oder Vista anschaue, dann ist das immer Klicken! Klick die Ordner auf, klick den OK-Button, klick ins Menü klick klick klick… Daran gewöhnt man sich. Ich habe diese Methodik zunächst mit dem Amiga, dann aber mit einem Mac erlernt. Eindrucksvoll präsentiert Steve Jobs den ersten Mac 1984.

Die Oberfläche von Mac OS X glich einem üblichen Arbeitsplatz. Ordner, Schreibtisch, Papierkorb – wie im richtigen Leben. Bis heute hat sich das nicht geändert. Man versucht auf der Betriebssystem-Oberfläche Texte, Bilder, Videos in Datenform mit Namensetiketten zu kategorisieren. Wem ist es gelungen? Mir nicht – euch? Wer hat nicht einen Ordner mit den namen Zeug, Chaos, Nirvana, Ivirzivir… Das iPhone hat einen Tick neues Betriebssystem gezeigt und der Brüller kommt bald. Schaut euch das Video an:

Farbklima mit Kuler

Freitag, Februar 2nd, 2007

Bin grad hin und weg. Endlich wieder eine kleine Revolution in der Software-gestützten Gestaltung. So etwas hab ich in meiner bisherigen DTP/Web-Erfahrung noch nicht gesehen. Die Anforderung stellt man sich bei jedem neuen Projekt. Wie wird das Farbklima aussehen?

Also basteln in Illustrator, InDesign, Photoshop oder auf die harte Tour mit Farbfächern. Das geht, aber dauert… Die technische Unterstützung kommt jetzt mit Kuler.

Kuler Zunächst meldet braucht man einen Adobe-Account. Dann begibt man sich in Adobe-Labs und von dort zu Kuler. Dort klickt man auf „Create“ und schon öffnet sich ein Fenster zum Spielen! Ein Grundfarbe festgelegt (egal ob CMYK, RGB, Hex…) zieht man an den oberen Reglern. Je nach Präferenz (Monochrom, Analog, Komplementär…) ergeben sich die anderen vier Farben. Das speichert man und exportiert es dann später als Adobe-Farb-Austausch-Format. Die lädt man sich in sein Adobe-Programm. Fertig!

Viel Spaß!

Gefunden bei InDesign-Secrets.

Wir kochen auf Türkisch

Montag, Januar 22nd, 2007

Ein Idee hat sich in den letzten Monaten in meinem Freundeskreis gefestigt. Wir kochen ab und zu zusammen. Manchmal bringt man auch einfach etwas Leckeres zu einer Party mit. Ich mach dann meistens türkisches Essen. Das schmeckt vielen und immer wird man nach dem Rezept gefragt. Klaro, findet man im Internet oder in Kochbüchern. Leider schmeckt es aber nicht so wie man es möchte. Meistens ist es der Kniff oder der richtige Zeitpunkt der fehlt. Darum dachten wir uns, machen wir doch einen Blog über türkisch Kochen und verfeinern es noch mit einem Podcast. Gesagt, gebastelt, gekocht, getan! Der erste Podcast steht und es geht um was Süßes: Tahin-Pekmez.
Zu finden auf KochDichTürkisch.

Abschaffung dem Artikel

Dienstag, Januar 16th, 2007

Es ist ein Graus. Immer diese Artikel in der deutschen Sprache. Andauernd lauern sie und man verwechselt „der“ „die“ „das“. Wem ist es nicht passiert? Ein Beispiel: Wie heißt es? Der Blog oder das Blog.

Die Antwort kommt vom Weblog.

Bald gibt es eine Petition gegen DEM Artikel.

TV-Tipp: Backen auf Deutschtürkisch

Sonntag, Januar 7th, 2007

Der WDR startet heute Abend mit einer neuen Reality-Soap. Toll daran finde ich, dass es von den gleichen Machern der Fussbroichs kommt. Das war Anfang der 90er die Kultserie. Fernab der heutigen Doku-Inflation war es nicht für die BigBrother-Generation gedacht, sondern sollte nur widerspiegeln, was in einer normalen Familie in Köln über 10 Jahre hinweg so passiert. Das hab ich regelmäßig gekuckt!
Heute gehen „Die Özdags“ an den Start. Eine 13-köpfige türkischstämmige Familie aus Köln. Ich denke es wird ganz anders als „Türkisch für Anfänger“, aber bestimmt nicht weniger entspannend. Mal sehen!

Der Mittelpunkt der Erde!

Freitag, Januar 5th, 2007

Dieser Mann hat in meiner Kindheit/Jugend einen wichtigen Einfluss gehabt. Er hat mich begleitet in der Freizeit und sogar in der Schule. Meine Türkisch-Lehrerin hat regelmäßig im Unterricht Anekdoten losgelassen.

Die Dorfbewohner fragten ihn: „Hoca, wo ist der Mittelpunkt der Erde?“ Der Hoca antwortete selbstverständlich: „Unter dem linken hinteren Fuß meines Esels!“
Irgendwann kam der Tag, wo wir beschlossen haben, ein Theaterstück mit Sketchen von Nasrettin Hoca zu machen.
Das war super! Ca. 20 Sketche, davon 10 auf Deutsch und 10 auf Türkisch. Das Ganze haben wir in der Schul-Aula vor ca. 300 Eltern und Schülern aufgeführt. Boaahh – waren wir aufgeregt, wir 6 aus der 7. Klasse Türkisch.
Es war (im Nachhinein) eine wunderbare Integration von Kulturen. Man muss dazu wissen, dass ich ab der 5. Klasse Türkisch-Unterricht hatte anstatt Englisch (ein Pilotprojekt in NRW). Heute wird es anders gemacht.
Wie komm ich eigentlich darauf? Ein Podcast über Nasrettin Hoca bei SWR2-Wissen hat mich an diese Zeit erinnert. Sehr kurzweilig und aufschlussreich.

Noch eine kurze Geschichte:

Weise Worte

Eines Tages stellte sich Nasreddin Hodscha auf den Marktplatz der Stadt und rief: “Kommt zusammen, all ihr Leute. Ich habe euch einige weise Worte mitzuteilen.”

Alle Leute wurden neugierig und riefen:”Bitte sage sie uns schnell!”

Da fragte Nasreddin Hodscha: “Möchtet ihr reich werden, ohne zu arbeiten, möchtet ihr ohne Anstrengung Gewinn machen, möchtet ihr ohne Probleme weiterkommen?”

Ja, natürlich”, schrien alle Leute.

“Seht ihr, ich auch”, sagte der Hodscha und ließ die verdutzten Leute stehen.

Gefunden bei Kandil.

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